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Novellierte Heizkostenverordnung in der Praxis: technische Umrüstung schreitet voran – nur wenig Fortschritt bei Energieeffizienz

Nur 58 Prozent der Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG) und 61 Prozent der Mietobjekte sind bereits mit entsprechenden Geräten ausgestattet. Das ist das Ergebnis einer Umfrage unter über 300 Immobilienverwaltungen. Die technische Umsetzung wird aber durch externe Faktoren erschwert: 55 Prozent der Verwaltungen nennen fehlende Dienstleister und Handwerker als größte Herausforderung. Dennoch sind 81 Prozent der teilnehmenden Unternehmen zuversichtlich, ihre verwalteten WEG-Objekte fristgemäß umzurüsten.

Hoher Zeitaufwand und mangelnde Akzeptanz bei uVI

Die technische Ausstattung in den Gebäuden verbessert sich. Die Bereitstellung der uVI wird allerdings noch nicht flächendeckend umgesetzt. Technische Probleme, steigende Kosten für die Technik sowie Heiz-/Betriebskostenabrechnung und Personalmangel behindern die Umsetzung. Aktuell erhalten nur 32 Prozent der Wohnungseigentümer und 39 Prozent der Mieter regelmäßig unterjährige Verbrauchsinformationen. Besonders kleinere Verwaltungen haben Schwierigkeiten. Jede vierte Verwaltung stellt die uVI bislang gar nicht bereit, bei Unternehmen mit weniger als 400 verwalteten Einheiten sind es sogar 39 Prozent. Neben technischen Barrieren hindern der hohe kommunikative Zeitaufwand sowie die mangelnde Akzeptanz bei Mietern und Eigentümern ein schnelleres Vorgehen.

Mehr Transparenz, aber kaum Energieeinsparung

Die Einführung der uVI soll zu einem verbesserten Verbraucherverhalten führen, doch ein zentraler Effekt bleibt bislang aus: Zwar sehen 43 Prozent der Verwaltungen eine erhöhte Transparenz für Eigentümer und Mieter, doch nur 11 Prozent berichten von einer tatsächlichen Verbesserung der Energieeffizienz.

Die vollständige Studie sowie weitere Informationen zur Umfrage finden Sie unter vdiv.de/verwaltermonitor.

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Wohneigentumsförderung: Selbstnutzer geraten ins Hintertreffen

Die aktuelle Förderung für selbst genutztes Wohneigentum gleicht einem „Scheinriesen“. Auf den ersten Blick erscheint das Gesamtvolumen groß, doch bei genauerer Analyse schrumpfen die Werte auf ein Minimum. Eine neue Studie des Empirica-Instituts zeigt, dass Ersterwerber gegenüber Vermietern erheblich benachteiligt werden – obwohl sie durch Umzugsketten ebenso zur Entspannung des Wohnungsmarktes beitragen könnten. Vermieter profitieren derzeit von steuerlichen Erleichterungen, um den Neubau von Mietwohnungen anzukurbeln. Doch während diese Maßnahmen das Angebot auf dem Wohnungsmarkt verbessern sollen, würde eine vergleichbare Förderung für Selbstnutzer ähnliche Effekte erzielen. Haushalte, die Wohneigentum erwerben, hinterlassen frei gewordene Mietwohnungen, die oft zu günstigeren Konditionen weitervermietet werden. Dieses sogenannte Sickereffekt-Prinzip könnte insbesondere jüngeren Haushalten mit niedrigeren Einkommen zugutekommen.

Doch genau hier liegt das Problem: Ersterwerber werden nicht in gleichem Maße unterstützt. Staatliche Förderprogramme konzentrieren sich fast ausschließlich auf die Verbesserung der Energieeffizienz von Bestandsimmobilien. Wer ein Eigenheim kaufen möchte, erhält jedoch kaum finanzielle Unterstützung, um die hohe Eigenkapitalhürde zu überwinden. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass es dringend einer gerechteren Förderpolitik bedarf. Eine Gleichstellung von Vermietern und Ersterwerbern könnte dazu beitragen, mehr Menschen den Weg ins Wohneigentum zu ebnen und gleichzeitig den Mietmarkt zu entlasten. Neben gezielten Förderungen für Schwellenhaushalte wird auch eine Verbesserung der Angebotsbedingungen gefordert – etwa durch mehr Planungssicherheit, ausreichend Bauland und ein vereinfachtes Baurecht.

Ohne eine Kurskorrektur droht die Schieflage zwischen Mieter- und Eigentümerförderung weiter zuzunehmen. Eine gerechtere Verteilung der staatlichen Anreize könnte sowohl den Wohnungsbau ankurbeln als auch mehr Haushalten die Chance auf Eigentum ermöglichen.

Hier geht’s zur Studie.

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