Archiv für August 2019

Wohnungseigentümer sprechen sich für Rundum-Erneuerung des WEG aus

Der Verbraucherschutzverband Wohnen im Eigentum (WIE) führt aktuell eine bundesweite Umfrage zur anstehenden Reform des Wohnungseigentumsgesetzes (WEG) durch. Laut ersten Ergebnissen gaben 82 Prozent der bislang befragten 3.100 Wohnungseigentümer an, dass sie eine Rundum-Erneuerung des Gesetzes für erforderlich erhalten. Das deckt sich mit den Forderungen des DDIV, der seit langem auf eine umfassende Reform des WEG drängt.

Der Verbraucherschutzverband Wohnen im Eigentum (WIE) befragt derzeit bundesweit Wohnungseigentümer zur geplanten Reform des Wohnungseigentumsgesetzes (WEG). Demnach gaben laut ersten Ergebnissen 82 Prozent der bislang befragten 3.100 Wohnungseigentümer an, dass sie eine Rundum-Erneuerung des Gesetzes für erforderlich erhalten. Das deckt sich mit den Forderungen des DDIV, der seit langem auf eine umfassende Reform des WEG drängt. Der DDIV als Sprachrohr der deutschen Immobilienverwalter fordert im Rahmen einer WEG-Reform unter anderem Mehrhausanlagen/Unter-gemeinschaften gesetzlich zu regeln, die Vermietung von Sondereigentum durch eine Harmonisierung von Miet- und Wohnungseigentumsrecht zu vereinfachen, die Gestaltung der Jahresabrechnung zu regeln, Sondernutzungsrechte ausführlicher zu normieren, die Voraussetzungen, unter denen Zusatzvergütungen für den Verwalter zulässig sind, zu schärfen und § 49 Abs. 2 WEG, wonach das Gericht dem Verwalter bei grobem Verschulden Prozesskosten auferlegen kann, abzuschaffen.

Zudem fordert der DDIV, bei der Neugestaltung des WEG auch die Digitalisierung zu berücksichtigen und die ausschließlich elektronische Archivierung von Unterlagen zu erlauben. Außerdem will der Verband nach wie vor die Einführung eines Sachkundenachweises für Verwalter.

Gegen politischen Bestrebungen einzelne Änderungen am WEG vorzuziehen, hatte der DDIV erfolgreich interveniert und die Zusage aus der Regierungskoalition erhalten, dass es einen Gesamtentwurf zur WEG-Reform geben wird. Mit dem Abschlussbericht einer eigens dafür gegründeten offenen Bund-Länder-Arbeitsgruppe wird bis zum Herbst gerechnet, mit einem Referentenentwurf zum Jahresanfang 2020.

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Institut der deutschen Wirtschaft: Deutschland muss an den richtigen Stellen bauen

Bis 2020 müssen in Deutschland pro Jahr 341.700 neue Wohnungen entstehen, um den Bedarf an Wohnraum zu decken. Bundesweit wurden im Zeitraum 2016 bis 2018 aber nur 283.286 Wohnungen gebaut. Vor allem in den großen Städten ist die Bautätigkeit zu niedrig. Eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt, wo besonders viele Wohnungen fehlen. 

Laut der aktuellen Studie des IW wurden zwischen 2016 bis 2018 in den sieben größten deutschen Städten nur 71 Prozent der eigentlich benötigten Wohnungen fertiggestellt. In Hamburg und Düsseldorf liegt die Quote bei 86 Prozent und in Frankfurt bei 79 Prozent. Gelingt es diesen Städten, das durchschnittliche Neubauniveau der vergangenen drei Jahre zu halten, so das IW, steuert der Markt zumindest über die nächsten Jahre gesehen auf eine Entspannung zu, da die Wohnungsbedarfszahlen im Zeitraum 2021bis 2025 aufgrund der erwarteten demografischen Entwicklung und der geringeren Zuwanderung sinken.

Ganz anders stellt sich die Situation in Berlin (73 Prozent), München (67 Prozent), Stuttgart (56 Prozent) und vor allem Köln (46 Prozent) dar. Hier fehlen nicht nur aktuell Wohnungen, sondern es besteht auch längerfristig Bedarf an einer weiteren Steigerung der Bautätigkeit. In Berlin etwa müssen aufgrund der erwarteten Bevölkerungsentwicklung bis Ende des Prognosezeitraums jährlich 20.900 Wohnungen gebaut werden, aktuell sind es aber weniger als 16.700 Wohnungen. In Köln müssen bis 2025 jährlich etwa 5.000 Wohnungen gebaut werden, derzeit sind es nur etwa 3.700 Wohnungen.

Es bestehen allerdings große Unterschiede zwischen Stadt und Land: Während in den Ballungszentren Wohnungsnot herrscht, wird in vielen strukturschwachen Landkreisen und Städten zu viel gebaut. So wurden nach Angaben des IW in 69 der 401 kreisfreien Städte und Landkreise in den vergangenen zwei Jahren über 50 Prozent mehr Wohnungen gebaut als tatsächlich benötigt werden.

Wie das Statistische Bundesamt jüngst bekannt gab, erhöhte sich der Wohnungsbestand in Deutschland bis Ende 2018 um 0,6 Prozent auf 42,2 Millionen Wohnungen. Auf je 1.000 Einwohner kamen somit 509 Wohnungen – 14 mehr als noch vor acht Jahren.

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